2007 Timelines: 2000-2009

Musikreise ins Allgäu

2007: Im Jahr 2007 übergab Wolfgang Rentschler nach 15 Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden an Joachim Roller.

 

Musikalisch startete der Musikverein Trachtenkapelle Altburg ins Jahr 2007 durch das Frühjahrskonzert als Doppelkonzert mit dem Musikverein Deckenpfronn.

Weitere Auftritte waren unter anderem beim Straßenfest in Gechingen, bei der Altburger Gewerbeschau, beim Maikonzert in Neuhengstett und dem Musikfest der Stadtkappelle Calw.

 

Im Juli folgte eine Musikerreise ins Allgäu. Der Auftritt beim Heimenkircher Bezirksmusikfest wurde mit einem kleinen Ausflugsprogramm am Bodensee umrahmt. So begann der Samstag mit einer Stadtführung in Meersburg, bei der die Altburger Näheres über die heimische Dichterin Anette von Droste-Hülshoff und die Geschichte des örtlichen Weinbaus erfahren haben. Eine kleine Auswahl der beliebtesten Sorten konnte nach dem aufschlussreichen Stadtrundgang bei einer Weinprobe gekostet werden. Danach ging es bei schönstem Sommerwetter zur Bootsfahrt auf den See. In der Herberge in Heimenkirch angekommen, gab es ein Willkommensständchen der Partnerkapelle Wohmbrechts und anschließend eine zünftige Brotzeit mit Spanferkel vom Grill. Die „Lechner Buam“ und die „Oberkrainer Allstars“ haben das riesige, voll besetzte Festzelt zum Toben gebracht. Jede Generation war vertreten, meist in heimischer Tracht. Die Tanzfläche wurde um die Gänge erweitert und es wurde Polka geklatscht und getanzt. Das Sonntagsprogramm begann mit einem gemeinsamen Platzkonzert aller am Festumzug teilnehmenden Kapellen. Die Festwiese wurde zur Bühne von hunderten von Musikern/innen. Danach wurde der Festzug eröffnet, der aus festlich geschmückten Wägen, Trachtengruppen, 46 Blaskapellen aus dem Kreis Lindau und natürlich der Trachtenkapelle Altburg bestand. Zurück im Festzelt kam mit Eintreffen der letzten Teilnehmer der Festhöhepunkt – die Begrüßung der Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine. Die Kapelle auf der Bühne spielte ca. 120-mal die „Bayerische Nationalhymne“, bis die letzte Gruppe mit ihrer mit Stickereien verzierten Samtfahne vor die Bühne getreten war. Alle Festzeltbesucher klatschten mit und jubelten und tobten besonders, wenn die Abordnung der eigenen Ortschaft die Fahne schwenkte. Besonders großer Applaus kam der Gastgeberkapelle Heimenkirch zu Gute, die anlässlich ihres 200-jährigen Vereinsjubiläums eine neue Fahne eingeweiht hat. Der erste Musikausflug des neuen 1. Vorsitzenden Joachim Roller kann als voller Erfolg verbucht werden.

 

Das Jahr 2007 war des Weiteren geprägt durch vereinsinterne Teamevents. So fand im Juni 2007 ein Geländespiel für die Jugendkapelle statt. An verschiedenen Stationen wie beispielsweise dem Autoseilziehen, Teebeutelweitwurf und Rasenmähen durften die Jungmusiker ihr Können unter Beweis stellen. Im Anschluss wurde gemeinsam gegrillt.

 

Neben der Jugendausbildung im Verein ist die Trachtenkapelle seit 2007 auch an der Schule auf dem Wimberg aktiv. Im Rahmen des Projekts „Schule und Verein“ des Landes Baden-Württemberg stellt die Trachtenkapelle mit Stephanie Lutz eine Leiterin für die Bläserklasse.

 

Im September folgte der 1. Altburger Nonathlon. Mit dem Eintreffen der Calwer Stadtkapelle wurden die letzten Vorbereitungen am Parcours abgeschlossen und der Wanderpokal zur Eroberung ausgestellt. Herr Blazicek, Dirigent beider Kapellen, stellte schnell fest, dass er bei diesem Wettkampf zwischen den Stühlen saß und erklärte sich bereit, das Amt des Schiedsrichters zu übernehmen. Herausforderer: Trachtenkapelle Altburg gegen Titelverteidiger: Stadtkapelle Calw. Die beiden Mannschaften bebten vor Kampfeslust und waren kaum mehr im Zaum zu halten. Daher gab die Turnierleitung unverzüglich den Ring frei. Egal ob Mann gegen Mann beim Holzsägewettbewerb oder Frau gegen Frau beim Inline-Skaten: Jeder Athlet brachte vollen Körpereinsatz. Weder Athleten mit silbernen Schläfen und schütterem Haar noch Athleten, die noch wenige Lenze zählen, schützten Müdigkeit vor. Den beiden Parteien stand die Wettkampfaufstellung frei, sodass die eigenen Stärken optimal eingesetzt werden konnten. Die Jüngsten ließen sich ihre Königsdisziplinen „Kettcar“-Fahren und Sackhüpfen dabei nicht von den Älteren streitig machen und boten ein spannendes Rennen. Auch die Lauf- und Radfahrprofis lockten zahlreiche Schaulustige an, die mit ihren Athleten mitfieberten und diese mit Applaus anspornten. Neben weiteren sportlichen Aktivitäten war auch handwerkliches Geschick bei dieser Veranstaltung gefragt. Die Altburger im roten und die Calwer im schwarzen Gewand mit aufgestickten Vereinswappen wetteiferten im Nägel ins Holz treiben. Nachdem die Ergebnisse ausgewertet waren, konnte die Stadtkapelle Calw als Sieger des Nonathlons geehrt werden. Sie hat ihren Titel erfolgreich verteidigt und kann eine weitere Gravur auf dem Wanderpokal anbringen lassen.

 

Im Herbst folgte das traditionelle Kirbewochenende in Altburg. Bei der bereits 5. Halloween-Party wurde ausgelassen gefeiert und getanzt. Die Schwarzwaldhalle füllte sich innerhalb kürzester Zeit, denn DJ Ralle wusste die Jugend in Stimmung zu bringen und ließ sie nicht mehr zur Ruhe kommen. Chillout war an diesem Abend überhaupt nicht angesagt. Songs der 80-iger, 90-iger, der aktuellen Charts, aber auch Hardrock und Schlager waren zu hören. Es war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Lichteffekte und Nebelmaschine sorgten für ultimatives Disco-Feeling im kunstvoll gruselig geschmückten Saal.

 

Sonntagfrüh wurde in Windeseile die Halloween- durch Kirbe-Dekoration ausgetauscht und die letzten Spuren der Nacht beseitigt. Die Gäste ließen sich mit Schäufele und Kartoffelsalat oder würzig Geschnetzeltem auf Spätzle verwöhnen, während die Trachtenkapelle Althengstett ein vielseitiges Platzkonzert bot. Die Küche hat der regen Nachfrage und den leeren Tellern nach zu urteilen gute Arbeit geleistet. Am Nachmittag wurden die Gäste auf Konzertniveau vom Musikverein Unterreichenbach unterhalten, der gleich mehrere Solisten darbot. An der Kuchentheke fiel die Wahl beim Anblick zahlreicher Kuchen, Torten und den traditionell hausgemachten Kirbekuchen schwer. Den Abend umrahmte der Musikverein aus Korntal, während Vesper und Neuer Wein serviert wurden.

 

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